Chronik

Nachdem der Mariahilfer Friedhof an seinen heutigen Platz verlegt worden war, begann die Gemeinde Hötting im Jahr 1901 auf dem Areal des alten Friedhofs mit dem Bau eines neuen Schulhauses, dessen Einweihung - nach einjähriger Bauzeit - am 28. September 1902 erfolgte. Dies ist somit das Gründungsdatum der heutigen Volksschule Mariahilf.
1902 28. 9.: Einweihung der von der Schulbehörde als „Volksschule Mariahilf“ bezeichneten Schule. Die Gemeinde Hötting, die dieses neue Schulhaus auf ihrem Gemeindegebiet als zweite Höttinger Schule errichtete, besteht auf der Verwendung der Bezeichnung „Volksschule Höttingerau“; dieser Name bleibt daher bis zur Eingemeindung Höttings nach Innsbruck im Jahr 1938 gebräuchlich.
1914 Bis zu diesem Jahr befindet sich im Keller des Schulhauses der Gemeindearrest - mit 3 Kammern. Dort werden vor allem Betrunkene und Vagabunden für bis zu 48 Stunden angehalten.
1915 Durch die Kriegsereignisse bedingt muss die Schule rasch geräumt werden. Die einzelnen Klassen werden so gut wie möglich im Schulhaus Hötting untergebracht.
1919/20 13. 9.: endgültige Beseitigung aller Kriegsschäden am Schulhaus und Wiederbezug. In diesem Schuljahr amerikanische Kinderausspeisung.
1920/21 Großer Zuzug an Schülern, Höchststand 549 Kinder. Eine Knabenklasse im Erdgeschoss links mit 92 Buben wurde schließlich geteilt.
1930/31 In diesem Schuljahr beginnt die Milchaktion des städtischen Milchhofs. 1 Glas Milch oder Kakao kostet 12 Groschen, das entspricht heute ca. EUR 0,27.
1937/38 Bisheriger Tiefststand der Schülerzahl: Nur mehr 6 Klassen.
1943/44 Gleich nach Beginn des Schuljahrs wird die Grabung eines Luftschutzstollens (an der Nordseite des Schulhofs) in Angriff genommen, der in den „Rössl-Stollen“ hätte einmünden sollen, aber weder zur Vollendung noch zur Benützung kommen sollte. Anlass bilden die bereits im Laufe des Kalenderjahres vorgekommenen Fliegeralarme. Dabei waren die Kinder stets in den nahe gelegenen „Rössl-Stollen“ beim Gasthof Rössl in der Au (heutiges Studentenheim am Rössl-Steig) geflüchtet.
1944/45 Die Volksschule Mariahilf bleibt infolge der Kriegswirren das gesamte Schuljahr geschlossen!
1945/46 7 Klassen (einschließlich Schule Lohbachsiedlung).
1946/47 Schülerausspeisung aus der „Schweizer Spende“, d.h. täglich warmes Essen für alle Schulkinder.
1951/52 In sämtlichen Klassenzimmern werden Waschbecken eingebaut. Während der Sommerferien 1952 werden Garderobenkästen in den Gängen aufgestellt (siehe auch 2007).
1954/55 22. 5. 1955 - Um 6:58 Uhr starkes Erdbeben (VI-VII) in Innsbruck; Gebäudeschäden am Schulhaus: 2 Kamine stürzen ein und durchschlagen das Dach, fast sämtliche Zwischenwände und Decken weisen Sprünge und Risse auf. Am 15. 6. folgt ein weiteres starkes Beben.
1966/67 Ab Beginn des Schuljahrs dauert eine Unterrichtsstunde nur mehr 50 Minuten.
1974/75 Mit Beginn dieses Schuljahres werden die ersten Klassen nur mehr als gemischte Klassen geführt. Daher wird die seit 1945/46 eingerichtete Knabenvolksschule umbenannt in Volksschule Mariahilf I, die Mädchenvolksschule in Volksschule Mariahilf II.
1976/77 1.9.1976 - Die Leiterin der Volksschule Mariahilf II tritt in den Ruhestand. Mit selbem Datum endet die mit dem Schuljahr 1945/46 eingeführte Teilung der Schule in eine Knaben- und eine Mädchenvolksschule mit getrennten Leitungen; die seit der Einführung gemischter Klassen in beiden Teil-Schulen 1974/75 bestandenen Volksschulen Mariahilf I und Mariahilf II werden zusammengelegt, so dass es ab jetzt nur mehr eine Volksschule Innsbruck-Mariahilf gibt.
1988/89 Der Kindergartenweg wird umbenannt in Dr.-Sigismund-Epp-Weg. Die Volksschule Mariahilf hat ab jetzt die Anschrift: Dr.-Sigismund-Epp-Weg 3
1995/96 Die Stadt Innsbruck stattet die Direktion mit einem PC mit Internetanschluss und mit einem Faxgerät aus - dies als Belohnung für die Teilnahme an dem EU-Projekt im kommenden Schuljahr.
1997/98 Die von der Firma Grassmayr, Innsbruck, gegossene Schulglocke wird im Schulhof geweiht. Von der Einweihung der Volksschule am 28. 9. 1902 an bis 1916 hatte bereits eine im Türmchen des Schulhauses hängende Glocke die SchülerInnen zum Unterricht gerufen. Aber im Zuge der Wirren des Ersten Weltkriegs musste diese Glocke wie viele anderen im ganzen Land zu Rüstungszwecken eingeschmolzen werden! Nach dem Krieg wurde jedoch die Glocke nicht ersetzt, so dass es 82 Jahre dauern sollte, bis wieder eine Glocke im Türmchen hing.
1998/99 Der neue Pfarrer der Landschaftlichen Pfarre Mariahilf, Mag. Hermann Röck, stellt sich beim Schulgottesdienst vor.
2001/02 100-Jahr-Feier der Volksschule Mariahilf
2005 Acht Klassenzimmer wurden in den letzten 3 Jahren hergerichtet und ausgemalt.
2006/07 Die alte Schulwartwohnung wird zum Tagesheim umgebaut. Im gesamten Schulhaus werden Brandschutztüren eingebaut, alle Gänge erhalten einen neuen Anstrich. Die alten Garderobenkästen (siehe 1951/52) werden durch neue, offene Garderoben ausgetauscht.
2007/08 Die Volksschule Mariahilf bietet die Nachmittagsbetreuung an.

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